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Ausstellung: Vivian Maier in Berlin

Vivian Maier (1926-2009) war ein Kindermädchen und die Street Photography nur ihr Hobby. Sie zeigte niemandem die Aufnahmen und so blieb ihr Talent bis zu einer Zwangsversteigerung 2007 unentdeckt. Jetzt ist eine kleine Auswahl ihrer Fotos im Willy-Brandt-Haus in Berlin zu sehen.

120 Aufnahmen scheinen wenig, wenn man bedenkt, dass Maiers Gesamtwerk auf ungefähr 150.000 Fotos geschätzt wird. Dennoch gibt die Ausstellung einen guten Überblick über die Sichtweise der Fotografin und wie sie die Straßen von New York und Chicago erlebte. Auffallend ist dabei ihr gutes Auge für Details, für scheinbar unauffällige und alltägliche Momente. Nicht zuletzt deshalb fühlt man sich sofort ins Amerika des 20. Jahrhunderts zurückversetzt und bekommt schnell ein Gefühl dafür, wie das Leben dort aussah.

 
Auch Vivian Maiers Selbstportaits dürfen nicht unerwähnt bleiben. Denn auf diesen Fotos ist selten sie allein zu sehen, sondern sie fügt sich immer in ihre Umgebung auf. So fotografierte sie ihr Spiegelbild häufig in Schaufenstern oder Spiegeln, die in den Fenstern ausgestellt waren oder in den Straßen hingen. Häufig ist auch nur ihr Schatten zu sehen. Es ist also eine ganz besondere Sicht, die wir hier auf die Fotografin und die Straßen, die sie fotografierte, haben.

Die Ausstellung im Willy-Brandt-Haus ist eine gute Einführung in dieses Gesamtwerk. Gerade deshalb ist ein Besuch so lohnenswert.

Details zur Ausstellung
Willy-Brandt-Haus, Berlin
19. Februar – 12. April
Eintritt frei

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